Entwicklung in Deutschland

Auch in Deutschland waren Anfang des 19. Jahrhunderts christliche Vereine gegr├╝ndet worden. Sie nannten sich zwar nicht CVJM, waren ihm aber von ihrem Ziel und ihrer Struktur her sehr ├Ąhnlich.
Diese sogenannten J├╝nglingsvereine schlossen sich 1848 zum ersten Mal zu einem gr├Â├čeren Verband zusammen, dem Rheinisch-Westf├Ąlischen-J├╝nglingsbund.
Im Lauf der n├Ąchsten Jahrzehnte wurden auch im ├╝brigen Deutschland solche Verb├Ąnde gegr├╝ndet. Die zun├Ąchst mit viel Enthusiasmus begonnene Arbeit geriet jedoch in den siebziger Jahren des 19. Jhdt. in eine ernsthafte Krise. Viele Vereine wurden aufgel├Âst und die Mitgliederzahl verminderte sich rapide. Die Ursachen jenes R├╝ckgangs waren wohl in den gewaltigen Umw├Ąlzungen durch die immer mehr um sich greifende Industrialisierung und die damit verbundenen Probleme der Verst├Ądterung und Verelendung der Menschen zu sehen. Der gleichzeitig immer mehr aufkommende Atheismus und der Verfall ethischer und moralischer Grundwerte erschwerten die Arbeit der Vereine.

Jm Jahr 1883 erfolgte jedoch ein neuer und wichtiger Ansto├č. Damals gr├╝ndete der Deutsch-Amerikaner Friedrich von Schlumbach den ersten deutschen CVJM nach dem Muster eines amerikanischen CVJMs. Der Verein entstand in Berlin. Als wichtigste Neuerung f├╝r das deutsche Werk wurden vor allem die Veranstaltung von Evangelisationen im gro├čen Stil und das ├Âffentliche Zeugnis der Bekehrten eingef├╝hrt. Man wollte nun nicht mehr nur die bisherigen Kreise pflegen, sondern in Zukunft auch die religionsfremde Jugend in den Gro├čst├Ądten f├╝r Jesus gewinnen. Im Zuge dieses Neuaufschwungs ist auch die Gr├╝ndung des ?Reichsverbandes der evangelischen J├╝nglingsb├╝nde? (heute: CVJM-Gesamtverband), als loser Zusammenschlu├č der einzelnen Landesverb├Ąnde, zu sehen.

Seit den 60er Jahren dieses Jahrhunderts nehmen immer mehr M├Ądchen und Frauen an der CVJM-Arbeit teil. Das f├╝hrte zur Namens├Ąnderung 1985. Seitdem bedeutet CVJM Christlicher Verein Junger Menschen.