Leitlinien der Mitarbeiter/-innen des CVJM Gomaringen

 

 

1. Die Grundlage unseres Glaubens

Wir glauben an Gott den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist. Durch Jesus Christus, seinen Tod und seine Auferstehung sind wir von unserer Schuld befreit und Gottes Kinder. Dies erfahren wir durch Gottes bedingungslose Liebe. Wir wissen, dass der Heilige Geist in uns lebt. Unsere Beziehung zu Gott leben wir, in dem wir die Bibel lesen, beten und Gemeinschaft miteinander haben.

 

2. Die Grundlage unserer Arbeit

Gott hat uns Fähigkeiten gegeben und zum Dienst berufen, dies wird insbesondere durch den Sendungsauftrag deutlich: „Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe.“ (Matthäus 28,18f.)

 

Nach Familie, Schule, bzw. Beruf sind wir bereit, uns in die Arbeit des CVJMs einzubringen und führen die übernommenen Aufgaben gewissenhaft durch. Wir tun nicht mehr als unsere Gaben und Kräfte erlauben. Wir sind Mitarbeiter Jesu Christi und nehmen seinen Auftrag Ernst. Diesen erfüllen wir im Vertrauen und Gehorsam gegenüber ihm.

Gemeinsam wollen wir ein Leben fĂĽhren, das Jesus Christus  verherrlicht. Weil Gott uns vergeben hat, wollen auch wir versöhnt miteinander leben.

 

Die Grundlagen unserer Arbeit sind in der Pariser Basis verankert.

 

Pariser Basis:

"Die Christlichen Vereine Junger Männer haben den Zweck, solche jungen Männer miteinander zu verbinden, welche Jesus Christus nach der Heiligen Schrift als ihren Gott und Heiland anerkennen, in ihrem Glauben und Leben seine Jünger sein und gemeinsam danach trachten wollen, das Reich ihres Meisters unter jungen Männern auszubreiten. Keine an sich noch so wichtigen Meinungsverschiedenheiten über Angelegenheiten, die diesem Zweck fremd sind, sollten die Einheit brüderlicher Beziehungen unter den nationalen Mitgliedsverbänden des Weltbundes stören."

 

Zusatzerklärung des deutschen CVJM:

"Die CVJM sind als eine Vereinigung junger Männer entstanden. Heute steht die Mitgliedschaft allen offen. Männer und Frauen, Jungen und Mädchen aus allen Völkern und Rassen, Konfessionen und sozialen Schichten bilden die weltweite Gemeinschaft im CVJM. Die 'Pariser Basis' gilt heute im CVJM-Gesamtverband in Deutschland e.V. für die Arbeit mit allen jungen Menschen."

 

 

3. Uns ist wichtig

3.1 Ich bin Vorbild

Als Mitarbeiter komme ich mit vielen Menschen in Kontakt. Junge Menschen nehmen sich an mir ein Beispiel, an meinem  Verhalten und an meinem Glauben. Ich kann dazu beitragen, dass diese Menschen wertvolle EindrĂĽcke fĂĽr ein gelingendes Miteinander erfahren.

Mir ist bewusst, dass ich als Mitarbeiter eine Vorbildfunktion habe. Mein Verhalten in Familie, Beziehung, Schule, Beruf und im Umgang mit anderen Menschen soll sich an meinem Vorbild Jesus Christus ausrichten.

 

3.2 Ich trage Verantwortung

Ich bin alleine Gott verantwortlich. Das ist zugleich herausfordernd und befreiend. Daraus folgt ein verantwortlicher Umgang mit mir selbst, mit den mir anvertrauten Menschen, mit den Geschwistern in Gruppe, Sparte und Verein sowie mit dem Geld und dem Gut des CVJM.

 

3.3 Ich werde unterstĂĽtzt

In den Aufgaben meiner Mitarbeiterschaft bin ich nicht auf mich allein gestellt. Ich kann Hilfe, Rat und UnterstĂĽtzung von anderen Mitarbeitern in Anspruch nehmen. Ich bin ebenso bereit, selbst Hilfe zu geben und von meinen Erfahrungen zu berichten. Wir wollen uns gegenseitig helfen in Verantwortung vor Gott zu leben.

Der CVJM bietet durch CVJM-Abende, Seminare, Wochenenden u.a. Angebote zur Vertiefung unseres Glaubens. Weiter unterstĂĽtzt mich der CVJM, damit ich Schulungs- und Lehrgangsangebote wahrnehmen kann.

Im CVJM finde ich Personen, zu denen ich auch mit meinen persönlichen Fragen und Problemen kommen kann, ich darf gewiss sein, dass die Inhalte dieser Gespräche vertraulich behandelt werden und bin bereit auf ihren Rat zu achten.

 

Konkretisierung unserer Leitlinien von Punkt drei „Uns ist wichtig“

 

Wir als Ausschuss empfehlen mehrheitlich:

 

  • Wir wollen einen Lebensstil der Wertschätzung, Annahme und Vergebung leben. Wir leben in der Spannung, dass Jesus Menschen angenommen hat und fĂĽr sie gestorben ist, ohne jeden Aspekt ihres Lebensstils gutzuheiĂźen. Auch unsere Liebe gilt dem einzelnen Menschen, ohne jedoch alle Facetten seines Lebens fĂĽr gut und hilfreich anzuerkennen.
  • Wir wĂĽnschen uns von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des CVJM eine verbindlich gelebte geistliche Gemeinschaft. Idealerweise zeigt sich diese im Besuch verbindlicher Kleingruppen, Gottesdienste oder anderer geistlicher Angebote. Dazu zählen wir auch die CVJM-Abende, Spartentreffen und das CVJM-Wochenende.
  • Wir Menschen sind Gottes geliebte Kinder und sind vor ihm in unserer jeweiligen Lebenssituation (Single, Beziehung, Ehe, Familie) gleichwertig. Die Ehe zwischen Mann und Frau ist eine Schöpfungsgabe Gottes und Gott stellt sich zu diesem Ehebund. Unserer Meinung nach ist die Ehe der perfekte Rahmen fĂĽr das Zusammenleben von Mann und Frau und in diesem geschĂĽtzten, verbindlichen Rahmen sehen wir den Platz fĂĽr die Gestaltung unserer Sexualität als Ausdruck gegenseitiger Liebe. Auf CVJM Freizeiten verzichten unverheiratete Paare auf gemeinsame Zimmer/Zelte. Wir möchten Jugendliche immer wieder eine Plattform fĂĽr das Thema Beziehung und Sexualität bieten (CVJM Abende, Teen-Star).
  • Wir bitten die Mias bei Auffälligkeiten von Kindern, Jugendlichen oder Mitarbeitern einen verantwortlichen Mia oder die Vorstände aufzusuchen (Drogen, Gewalt, sexueller Missbrauch,…)
  • Grundsätzlich wird ein verantwortlicher Umgang mit Alkohol erwartet. Bei Veranstaltungen dĂĽrfen alkoholische Getränke (Bier und Wein) an ĂĽber 18 Jährige durch einen Mitarbeiter ausgeschenkt werden. Im Rahmen von Jugendveranstaltungen ist der Konsum von Alkohol generell nicht erlaubt.
  • Gott hat uns seine wunderbare Schöpfung zum Geschenk gemacht. Er gibt uns in der Bibel den Auftrag, die Erde zu bewahren. Wir möchten unser Möglichstes dafĂĽr tun.
  • Wir wollen einen verantwortlichen Umgang mit Geld und Besitz leben und sehen auch das Geben des Zehnten als hilfreiche Orientierung.